Spanien 2018 – Andalusien

Familienreise Nr. 3 – Spanien (Andalusien)

Bei dieser Reise haben wir uns – nach den positiven Erfahrungen aus dem Vorjahr – dazu entschieden für die gesamte Länge unseres Aufenthaltes einen Mietwagen zu buchen. Da ich ein fremdes Auto angenehmer zu fahren finde, wenn dieses über ein Automatikgetriebe verfügt, haben wir diese Zusatzkosten auf uns genommen. Mir fällt das Fahren in fremden Ländern und mit einem fremden Auto so erheblich leichter, da ich mich dann mehr auf die Orientierung, etc. konzentrieren kann und nichts mehr mit der Gangschaltung zu tun habe. Außerdem entfällt das leidige Thema des am Berg anfahrens. Da ich die Transfers Flughafen – Hotel – Flughafen per Bus noch nie leiden konnte, haben wir 2018 zum ersten Mal ohne Transfer gebucht und haben direkt am Flughafen „unser“ Auto übernommen und dort auch wieder zurückgegeben. Es hat sich bezahlt gemacht, dass wir den Wagen über den ADAC – ich bin Mitglied – gebucht hatten. Jegliche Diskussionen über Zusatzversicherungen entfiel dadurch. Dies war sehr angenehm und gab mir bereits im Vorfeld ein gutes Gefühl. Der Mietwagen für 14 Tage hat – mit Automatik, Pologröße (es war dann auch ein Polo) – ca. 460 EUR gekostet. Hier schwanken die Preise allerdings extrem. Der erste Preis (identischer Anbieter) den ich gefunden hatte lag bei 380 EUR. Da ich dachte, wenn ich warte erhalte ich einen günstigeren Preis, habe ich zum Schluss knapp 100 EUR mehr bezahlt. Außerdem sollte man vor der Fahrt das Auto auf Schäden untersuchen und Kratzer, etc. unbedingt fotografieren. Wir bekamen einen Wagen bei dem Schäden bereits bekannt waren. Ich habe alles nochmals zusätzlich dokumentiert und dank der Vollkasko des ADAC – so hatte es der Vermieter auch gesagt – keine weiteren Probleme.

Vor dem Abflug stellte sich uns allerdings das Problem, dass der Flug gestrichen worden war. Dies hatte ich bis dato noch nie erlebt und war daher etwas hilflos. Daher an dieser Stelle ein paar kleine Tipps:

  • Bei „Pauschalreisen“ (seit Juli 2018 – wenn man mehrere Reisebestandteile bei einem Veranstalter gebucht hat) muss sich die Fluggesellschaft darum kümmern, dass man einen Ersatzflug erhält, eventuell ein Hotelzimmer oder Verzehrgutscheine (bei längeren Verspätungen) … Am Schalter der Fluggesellschaft wird einem gerne gesagt, dass man sich an den Veranstalter wenden soll, allerdings ist dies nicht richtig. Sollte der Veranstalter jedoch vor Ort ein Büro unterhalten, dann kann man zusätzlich auch mit diesem Kontakt aufnehmen. Solange wie man keine verlässliche Auskunft über das weitere Vorgehen bekommt, sollte man sich nicht vom Schalter wegbewegen. (Allerdings ist darauf zu achten, dass man die Passagiere von anderen Flügen nicht behindert.) Hat man keine Pauschalreise gebucht, dann kann es sein dass man ziemlich „blöd“ stehengelassen wird. Die Fluggäste, die über einen Veranstalter gebucht haben – so war unsere Erfahrung 2018 – kommen bevorzugt in den Ersatzflieger. Andere Gäste wurden direkt auf eine andere Maschine an einem anderen Tag vertröstet.
  • Bleiben Sie höflich, aber durchaus penetrant.
  • Lassen Sie sich nicht alles gefallen.
  • Fragen Sie nach dem Grund des Ausfalls.
  • Sollten Sie Extras bezahlt haben (Sitzplatzreservierung, spezielles Essen, etc.), dann kann es sein, dass dieses beim Ersatzflug nicht zur Verfügung gestellt werden kann. Erkundigen Sie sich danach und lassen Sie sich dann die Absage des Fluges schriftlich bescheinigen. Sie erhalten dann das Geld zurück.

Auch für diesen Urlaub habe ich wieder die „sichere“ Variante gewählt und habe ein 4-Sterne-Hotel gebucht. Allerdings – nach den Erfahrungen in Lanzarote – dieses Mal lediglich mit Halbpension. An einigen Tagen wollten wir ohnehin Ausflüge machen und dann vor Ort eine Kleinigkeit essen und an den anderen Tagen haben wir lieber für das Mittagessen bezahlt und dafür auch eine entsprechende Qualität erhalten. Getränke haben wir in einem Supermarkt gekauft und ansonsten waren diese im Hotel auch nicht zu teuer. Für 14 Tage kamen so – im Hotel selbst, für uns drei Personen – zusätzlich ca. 300 EUR zusammen.

 

Ich war als Teenager bereits in Andalusien und hatte bereits einige Vorstellungen, was man sich anschauen sollte. Granada mit den Nasridenpalästen, etc. war von unserem Hotel leider zu weit weg. Mit kleinem Kind wären 6 Stunden (mindestens, hin und zurück) reine Fahrzeit zu anstrengend gewesen und eine Übernachtung in Granada war uns auch zu kompliziert und anstrengend – Gepäck umpacken, einpacken, auspacken, einpacken, auspacken… – daher viel dieser Punkt aus, auch wenn ich uns die Option offen gehalten hatte und bereits Tickets online reserviert – und bezahlt – hatte.

Unser „Programm“ vor Ort sah wie folgt aus:

  • Ankunftstag (spät abends)
  • Pooltag (Sandburg bauen, Muscheln sammeln – am Meer), einkaufen im nächsten Dorf und Spaziergang durch die nähere Umgebung
  • Tarifa (Delfinwatching/Bootstour, Stadtbummel, Stopp an einem schönen Strand auf der Rückfahrt)
  • Pooltag (Sandburg bauen, Muscheln sammeln – am Meer)
  • Ronda und Jerez
  • Pooltag
  • Medina Sidonia (Stier- und Pferdezucht, Showprogramm), danach am Meer
  • Pooltag und Meer
  • Cádiz
  • Pooltag und Meer
  • mehrere weiße Dörfer besichtigt
  • Pooltag (Muscheln sammeln – am Meer, Schwimmbad – da schlechtes Wetter)
  • Pooltag (Shopping im lokalen Einkaufszentrum)
  • Abreisetag (See besichtigt, Medina Sidonia besichtigt, Souvenirs gekauft, Shoppingmall besucht – Kinderspielplatz, Toiletten)

Insgesamt kamen so – mit allen Souvenirs, Restaurantbesuchen, Eintrittsgeldern, Benzin, Bootsfahrten, etc. – nochmal gut 400 EUR zusammen. Für das Parken am Flughafen Stuttgart haben wir zusätzlich 192 EUR bezahlt. Diese Reise – für 2 Erwachsene und ein 5-Jahre altes Kind – hat uns also insgesamt in etwa 4000 EUR gekostet. Mit dem Mietwagen haben wir insgesamt 1000 km zurückgelegt.

Unser Fazit:

Es war ein sehr abwechslungsreicher und erholsamer Urlaub, in dem wir viel von Land und Leuten gesehen haben. Alle Andalusier waren sehr freundlich und äußerst dankbar, wenn man mit ihnen versuchte wenigstens etwas Spanisch zu sprechen. Englisch und natürlich auch Deutsch sind nicht so ihr Ding. Sie sind allerdings äußerst freundlich und zuvorkommend, wenn man sich auf sie und ihre Mentalität einlässt.

Die Variante mit dem Mietwagen hat sich für uns bezahlt gemacht. Wir haben viele Ausflüge unternommen und konnten dabei auch Rücksicht auf die Bedürfnisse unseres Kindes nehmen.

Hatten wir mal keine große Lust zu langen Besichtigungen, o.ä. dann haben wir eine Kutschfahrt gemacht oder uns einfach in ein Café gesetzt und die Stadt bzw. den Ort so auf uns wirken lassen. Hat uns am Wegesrand etwas interessiert, dann sind wir einfach dorthin gefahren. Diese Freiheit haben wir alle sehr genossen. Keine Hektik. Kein Zeitdruck. Dennoch viel gesehen und erlebt. So kann Urlaub sein.

Tipps:

Für längere Autofahrten oder aber auch für lange Tage am Meer/Pool hat es sich angeboten einen portablen DVD-Player mitzunehmen. Unser Kind konnte darauf entweder Hörspiele oder aber auch DVD’s anschauen. Auch im Flugzeug beim Rückflug (nach einem langen Tag der Warterei auf den Abflug) war uns das Teil eine große Hilfe. Wir haben ihn nicht täglich schauen lassen, aber CD’s anhören durfte er eigentlich immer, wenn er das wollte. DVD’s nur bei sehr langen Fahrten, in der Mittagsruhe am Pool oder auf dem Rückflug. Unsere Mitreisenden haben es uns gedankt.

 

Gerne jederzeit wieder!

 

 

 

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