Böser Diesel – Guter öffentlicher Personennahverkehr?!

Ich gebe es zu – ich fahre einen Diesel. Nicht weil ich mich nicht um die Umwelt sorgen würde, sondern weil ich recht ländlich wohne und mit einem chronisch kranken Mann ohne Führerschein und einem Kind eine gewisse Flexibilität wichtig ist. Außerdem sind die Strecken zur Arbeit nicht gerade kurz und die Umstellung – mein altes Auto hatte einen Motorschaden und es bot sich ein gebrauchter Dacia als Ersatz an, weniger Ausgaben für Sprit – aus finanziellen Erwägungen war ein Elektroauto einfach nicht machbar.

Was mich neben der mangelnden Flexibilität am öffentlichen Nahverkehr stört ist die Tatsache, dass die Fahrpreise nicht gerade günstig sind und ich mein Auto – auch wenn ich Öffis fahre – nicht abschaffen kann und dadurch tatsächlich nicht viel Geld einspare, wenn ich mit Bus und Bahn fahre. Außerdem ist mir bei den wenigen Malen, in denen ich in der Vergangenheit Züge benutzt habe aufgefallen, dass bei Zugausfällen erst lange nicht wirklich informiert wird und man schließlich einfach vor vollendeten Tatsachen steht. Es gibt keine Möglichkeit eines Ersatztransports, was bedeutet, dass man entweder nicht zur Arbeit kommt oder verspätet, wenn man die Möglichkeit hat auf das eigene Fahrzeug umzusteigen. Nicht gerade praxistauglich und kundenfreundlich.

Dennoch habe ich mich entschieden 2020 vermehrt mit Öffis zu fahren. Warum? Nicht wirklich aus Gründen des Umweltschutzes, sondern weil ich hoffe, damit den ständigen Staus, Umleitungen, etc. zu entkommen und dadurch etwas entspannter zur Arbeit / nach Hause zu kommen.

Aufgrund meiner eigenen Erkrankungen war es außerdem morgens durch starke Müdigkeit nicht immer einfach sicher zur Arbeit zu gelangen. All diese Überlegungen und die Tatsache, dass mein Arbeitgeber ein Jobticket finanziell unterstützt, haben zu der Entscheidung geführt der Sache eine Chance zu geben.

Ich bin gespannt. Drive safe!

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