Schmuckherstellung mit Fimo

Meine erste Kette aus selbst hergestellten Fimo-Perlen

Nachdem ich inzwischen schon recht viel Schmuck aus „echten“ Perlen hergestellt habe, wollte ich mal etwas neues ausprobieren. Durch Zufall stieß ich in einem Laden auf Fimo. Fimo ist eine Art Knete der Firma Staedtler. Man kann sie genauso verarbeiten wie „normale“ Knete. Allerdings wird sie (nach erreichen ihrer Endform) zum Abschluss für 30 min bei max. 130 Grad Celsius im Backofen gehärtet. Danach sollte man die hergestellten Produkte unbedingt noch mit Klarlack (auch Nagellack) überziehen. Sie werden dadurch vor Schmutz und Beschädigungen besser geschützt.

Am letzten Wochenende habe ich also meine ersten eigenen Perlen hergestellt. Mit Augenmaß bekommt man diese allerdings nicht wirklich in der gleichen Größe hin. Für die Zukunft habe ich mir daher ein Hilfsmittel bestellt, über welches ich – nach erfolgter Probe – berichten werde. Das Arbeiten mit Fimo macht sehr viel Spaß. Es finden sich zahlreiche Beispiele und Erklärungen auf YouTube.de oder anderen Internetseiten.

Ich habe mich für marmorierte Perlen entschieden. Marmorieren lässt es sich recht einfach und die Perlen habe ich von Hand gerollt und mit einem Metallspieß durchbohrt. Insgesamt bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

Aus meinem Probierkarton habe ich die Farben rot, orange und gelb entnommen und zunächst jede einzelne Farbe zu einer langen Wurst geformt. Danach habe ich die Würste ineinander verflochten. Dann erneut geknetet und die beiden Enden der entstandenen Wurst erneut verflochten. Das alles solange, bis ich den Eindruck hatte, dass jetzt eine ausreichend starke Marmorierung vorhanden ist. (Ein gutes Training für die Handmuskulatur.) Dann habe ich erneut eine Wurst geformt und von dieser – per Augenmaß versucht – gleich große Stücke abzuschneiden. Daraus habe ich dann Perlen geformt und diese mit einem Metallspieß durchbohrt (man kann auch mit einem kleinen Bohrer hinterher Löcher hineinbohren, dann entstehen keine Dellen durch die Finger). Als ich mit dem Ergebnis soweit zufrieden war, kamen die Perlen (wie oben beschrieben) in den Backofen.

Nachdem ich sie fertig gebacken und abgekühlt waren, habe ich sie mit Klarlack (in diesem Fall hatte ich nur Nagellack zu Hause) überzogen und erneut trocknen lassen. Zum Abschluss habe ich die Perlen – zusammen mit Perlen aus Edelstahl und Mineralien und einer „Hand der Fatima“ – auf eine elastische Schnur gezogen und verknotet. Das Ergebnis ist – für das erste Mal – recht ansehnlich geworden.

Fazit: Eine Bereicherung!

Exkurs zur Farbsymbolik:

Ich habe die Farben danach ausgewählt, wie ich dachte, dass sie zum einen gut zusammenpassen und zum anderen Farben, die mir so auch gefallen. Rot, gelb und orange sind voller Leben und daher für die Zeit des Herbstes und Winters gut geeignet. Es gibt jedoch zu jeder Farbe auch eine Farbsymbolik. Bei Wikipedia.de finden sich beispielsweise folgende Erläuterungen für den deutschen Sprachraum:

  • Rot: Blut, Liebe, Leidenschaft, Gefahr, Feuer…
  • Gelb: Sonnenlicht, Warnfarbe, Neid, Adel…
  • Orange: Lebensfreude, Tatkraft, Energie, Exotik…

Viel Spaß beim kreativ sein!

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