Kenia 2014 – Aufenthalt

Familienreise Nr. 1 – Kenia (Malindi / Mombasa)

Unser Aufenthalt

Kenia ist berühmt für seine Landschaften und die exotischen Wildtiere. Allen voran die BIG FIVE (Nashorn, Elefant, Löwe, Leopard, Büffel). Für Kinder unter 4-5 Jahren macht aus meiner Sicht eine Safari allerdings keinen Sinn. Die Pisten in den Nationalparks – zumindest in Tsavo – sind teilweise sehr holprig und kleine Kinder noch nicht in der Lage ihren Kopf selbst in einer sicheren Position zu halten. Außerdem ist die Anreise mit dem Bus oder einem Auto teilweise sehr beschwerlich / lang, so dass ich das mit einem kleinen Kind nicht auf mich nehmen würde. Der Preis ist in der Regel auch nicht gerade gering, so dass man eine solche Unternehmung erst machen sollte, wenn die Kinder schon etwas größer sind.

Wir hatten im Mai sehr viel Glück mit dem Wetter. Es war nicht zu heiß und es gab keinen Regen.

Bezüglich der Wahl einer Unterkunft würde ich entweder zu einer Ferienwohnung / einem Ferienhaus mit Selbstverpflegung oder einem all-inklusiv Hotel raten. Wenn man sich selbst versorgt – eventuell mit einem lokalen Angestellten, dann ist man flexibel und kann für das Kind jederzeit Essen und Getränke zur Verfügung stellen. Bei einem all-inklusiv Hotel hat man die Möglichkeit zu jeder Tageszeit an Essen für die Kleinen zu kommen und auch Getränke gibt es ausreichend und es ist auch nicht schlimm, wenn mal nicht alles leer getrunken wird.

Aufgrund der aktuell etwas unsicheren Bedingungen in Kenia und der Sicherheitsbedenken meines Mannes, haben wir uns für ein AI-Hotel entschieden. Bei Ferienunterkünften außerhalb von organisierten Wohnanlagen muss man unbedingt darauf achten, dass es 24h lang einen Security-Dienst gibt. Es muss nichts passieren, aber es passiert doch relativ häufig etwas (Raub, Erpressung, Entführung, …) und dem kann und sollte man vorbeugen. Es gibt in Malindi die Möglichkeit relativ nahe am Stadtzentrum ein Hotel zu bekommen oder sehr weit außerhalb. Wir wollten nahe an großen Supermärkten, TukTuks, etc. sein, so dass wir eine Unterkunft „in der Stadt“ aber direkt am Meer gebucht haben. Da man uns umgebucht hatte, da das eigentlich erwählte Hotel in der Nebensaison doch nicht aufmachte, landeten wir in einem Hotel, welches eigentlich ausschließlich Halbpension anbot. Man sicherte uns allerdings zu, dass für uns alles inklusive sei. Dies und einige andere Mängel waren vor Ort dann etwas nervig bzw. schwer durchsetzbar, was dann im Nachgang zu einer ordentlichen Geldrückerstattung des Reiseveranstalters gesorgt hat.

WICHTIG: Unbedingt vor Ort direkt beschweren und nach Lösungen suchen. Lassen Sie sich nicht einfach abspeisen. Machen Sie Bilder und fertigen Sie Notizen an und lassen Sie sich ein Mängelprotokoll des Reiseleiters geben, welches dieser auch unterschreiben muss. Sie haben sonst zu Hause keinerlei Möglichkeiten zu Ihrem Recht zu kommen. Bestehen Sie auf diesem Protokoll und fordern Sie ihr Recht ein.

Wir haben mit unserem kleinen Kind nur kleinere Ausflüge innerhalb von Malindi und nach Mombasa unternommen. Natürlich waren wir auch bei den Verwandten und Freunden meines Mannes, aber ansonsten haben wir uns vor allem am Pool und am Meer erholt. Am Strand muss man allerdings aufpassen. Die Hotels bewachen nur bis zu den Dünen bzw. bis zum Ende ihrer Anlagen. Danach beginnt der öffentliche Strand und dieser wird – insbesondere in der Hochsaison – von zahlreichen Händlern, Beachboys, Einheimischen und zahlreichen Dieben bevölkert. Nehmen Sie daher keinerlei Wertgegenstände mit bzw. bitten Sie den Hotelsecurity Sie von einem Aussichtspunkt aus im Auge zu behalten. Gegen ein kleines Trinkgeld ist in Kenia vieles möglich.

Ansonsten gibt es in und um Malindi die ein oder andere Sehenswürdigkeit, die man sich anschauen kann aber nicht unbedingt muss. Es gibt den Ort „Hells Kitchen“ (eine Gesteinsformation mitten im Nirgendwo, extrem heiß und vollkommen der Sonne ausgesetzt, daher auch der Name), es gibt einen berühmten Wald, den man besuchen kann, Mangroven, eine Schlangenfarm, Schnorchelausflüge, usw..

In der aktuellen und auch in der damaligen Sicherheitslage ist von Besuchen der Altstadt von Mombasa dringend abzuraten. Lesen Sie unbedingt die Hinweise des Auswärtigen Amtes und setzen Sie sich – gerade mit Familie – nicht unnötigen Gefahren aus. Daher würde ich ohne ortskundige Begleitung auch nicht einfach in Supermärkte spazieren und mich mit TukTuks durch die Landschaft fahren lassen.

Kenia ist eine Reise wert, aber nur mit ausreichend Informationen, der richtigen Reiseapotheke und dem nötigen Sicherheitsempfinden. Man sollte keine Angst haben, aber eine gesunde Form von Menschenverstand einsetzen.

Auch das Mieten von Autos zum selbst fahren würde ich unterlassen. In Kenia sind oftmals auch Polizisten korrupt und man wird selten bei einem Unfall recht bekommen. Untereinander werden kleine Auffahrunfälle (welche in Mombasa an der Tagesordnung sind) überhaupt nicht beachtet. Fährt jedoch ein Tourist sieht die Sache anders aus. Außerdem halten sich Kenianer an so gut wie keine Verkehrsregeln… Gerade die Fahrer der Kleinbusse/Sammeltaxen, LKWs und Busse fahren oftmals äußerst verantwortungslos. Daher sollten Sie auch nicht mit selbigen fahren. Bus- und LKW-Fahrer stehen außerdem häufig unter Drogen- oder Alkoholeinfluss, was die Sicherheit der Straßen nicht gerade erhöht. Von den Zuständen der Fahrzeuge ganz abgesehen.

Weitere Tipps und Informationen finden sich in den einschlägigen Reiseführern:

Ansonsten gilt…

VIEL SPASS!

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