Mein Öffi-Tagebuch – KW 7

10.02.2020:

Tief Sabine schlägt zu und keine Bahn bewegt sich mehr. „Glücklicherweise“ habe ich Migräne. Ansonsten sähe mein Weg zur Arbeit düster aus. Anstatt max. 32 min würde ich ca. 1 h 45 min benötigen – wenn auf diesem Umweg nicht auch etwas schief gehen würde. Ich verbringe den Tag im Bett. Glück für Sabine. Sonst hätte ich einige Minusstunden eingefahren für nichts…

11.02.2020:

Sabine ist weitergezogen, aber das stürmische Wetter bleibt. Obwohl es keine großen Schäden in unserer Gegend bei der Bahn gibt, fährt auch mein heutiger Zug morgens mit 10-minütiger Verspätung los. Es ist ziemlich kalt und windig ab Bahnsteig. Eine Unterstellmöglichkeit bei unserem Gleis gibt es nicht.

Auf dem Heimweg – wohlgemerkt ziemlich früh am Nachmittag und keineswegs zur Rushhour – erlebe ich die nächste Romanreife Vorstellung. Eine alte Dame beschimpft den Busfahrer: „Männer. Zu nichts zu gebrauchen…“ Sie regt sich auf, da der Fahrer ihr nicht gesagt hat, wo sie aussteigen muss. Andere Damen mischen sich auch noch ein und es wird ein komödienreifes Schauspiel.

12.02.2020:

Und wieder hat die morgendliche Bahn „ca. 10 Minuten Verspätung“. Ein Grund ist nicht ersichtlich und wird nicht genannt. Warum auch?! Die Fahrkarte kostet ja nur 95 EUR im Monat (und das für eine Jahreskarte). Ironie aus. Eigentlich wäre ich ja entspannt, denn theoretisch kann ich nachmittags auch noch eine spätere Bahn nehmen, aber nicht gerade heute. Ich habe einen Augenarzttermin und bei dem muss ich pünktlich sein. Das bedeutet, ich werde Minusstunden machen, obwohl ich selbst mir nichts vorzuwerfen habe. Ganz toll. Aber damit war meine Freude noch nicht vorbei. Direkt im Bus sitzt einen Dame im „NeuenCoronaVirus“-Outfit neben mir (s. Bild). Ich gebe zu, ein sehr seltsames Gefühl und ein total ungewohnter Anblick.

Und es ist erst Mittwoch und ich bin noch nicht einmal zu Hause zurück…

To be continued!

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